Krakow am See (Meckl)

Bahnhof (zur Zeit stillgelegt);
Strecke: Meyenburg - Karow (Meckl) - Priemerburg - Güstrow
Empfangsgebäude (Gleisseiseite) von der Laderampe aus fotografiert ehemaliger Güterboden
ehemaliges Stellwerk W1 (in Richtung Karow) Blick über den Bahnhof in Richtung Güstrow,
hinter der Kurve liegt der Posten 410,
auf dem Jörnberg steht ein Aussichtsturm
Posten 410 durch diese hohle Gasse fuhr er sonst - der Zug,
Blick vom Posten 410 in Richtung Bahnhof
Das Stellwerk im Empfangsgebäude der Bf im August 2006
Blick in Richtung Karow (Bildmitte die beiden dunklen Avsigwdh (Ausfahrvorsignalwiederholer) Posten 410 im August 2006;
Ende 2006 ist das haus links eine Brandruine und muss vor Wiederinbetriebnahme der Strecke abgerissen werden
Blick in Richtung Güstrow hinter Po 410 (August 2006)
Krakow ist eine Kleinstadt im Norden der Mecklenburgischen Seenplatte am Krakower See. Die Stadt ist sehr lang gezogen und wird durch die B 103 und die Bahn, die parallel zur Bundesstraße in einigem Abstand liegt, geteilt. Bevor die Straße "begradigt" wurde, um den Verkehr flüssiger zu gestalten, mussten sich die Autofahrer an mindestens 2 von 3 Bahnübergängen manchmal sehr lange gedulden, besonders am BÜ auf dem Bahnhof. Vor einigen Jahren wurde auf dem Jörnberg ein Aussichtsturm errichtet, von dem aus man mehrere Kilometer über die herrliche und seenreiche Landschaft blicken kann.
Der Bahnhof genügt den Ansprüchen der kleinen Stadt. Es gibt zwei Hauptgleise und einige Nebengleise, sowie einige Anschlussstellen, die alle im Bereich des Bahnhofs liegen. Dadurch ist der Bahnhof sehr lang, aber die Durchlassfähigkeit der Strecke wurde nicht beeinträchtigt.
Zwischen dem Empfangsgebäude und dem Posten 410 besteht keine Sichtverbindung. Wegen der Kurvenlage des Bahnhofs ist auch der Schrankenposten für einen kleinen Abschnitt der Fahrwegprüfung zuständig. Auf den Bildern oben kann man sehen, wie eng es an einigen Stellen für die Züge ist.
Technisch ausgestattet ist der Bahnhof mit einem elektromechanischen Stellwerk mit Gleisbildstelltisch (Gs II DR), das im Empfangsgebäude untergebracht ist. Auf dem Stelltisch sind ausserdem die Überwachungseinrichtungen für die Haltlichtanlagen Bossow, Neu Sammit und Marienhof (Posten 412) untergebracht.
Bis in die 1970er Jahre wurde der Bahnhof durch mechanische Stelltechnik gesteuert. Das ehemalige Stw W1 zeugt noch heute davon. Bis zum Umbau der Straße gab es auch noch einen Posten 411 in Höhe der abzweigenden Straße zum Jörnberg.
Das Empfangsgebäude steht fast leer. Ein ehemaliger Fahrdienstleiter wohnt noch in einer Wohnung im Obergeschoß. Die Firma, die sich in die ehemalige Gaststätte eingemietet hat, ist ausgezogen. Das Gebäude gibt es seit kurzem auch als Modell für die Modelleisenbahner.
Der Bahnhof ist seit Januar 2001 unbesetzt, nachdem er zuletzt nur noch an zwei Tagen der Woche für den Übergabezug
Güstrow - Karow u. z. besetzt wurde. Die Schrankenbäume wurden gegen Missbrauch mit Querstangen in den Schrankenböcken gesichert.

August 2005:
Ein verkrauteter Bahnhof begegnet mir. Alle sicherungstechnischen Anlagen des Bahnhofs sind außer Betrieb.