Krakow am See (Meckl)

Haltestelle in Mecklenburg
(ehemaliger Bahnhof)
 
Lagepläne Zugmeldebuch Bed-Anweisung
               

1995

Anst Meladie

 

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Strecke:   Meyenburg - Karow (Meckl) - Güstrow [Güstrow-Plauer Eisenbahn]
 
Der Kurort Krakow am See liegt im Herzen Mecklenburgs an der Mecklenburger Seenplatte und wird von der Bahnstrecke und der parallel führenden B 103 durchzogen. Einen guten Überblick über die Stadt und die herrliche Gegend hat man vom Aussichtsturm auf dem Jörnberg. Mehrere Hotels und Privatunterkünfte beherbegen die Touristen der Stadt, die seit September 2000 leider alle mit dem Auto anreisen müssen, weil zu dem Zeitpunkt der Personenverkehr auf der Strecke Meyenburg - Güstrow trotz großem Protestes aus politischen Gründen eingestellt wurde, obwohl ein Luftkurort m.W. mit der Eisenbahn erreichbar sein muss.
Der ehemalige Bahnhof verkam ziemlich nach der Stilllegung des Abschnittes Karow - Priemerburg. Ende der 2000er Jahre wurde die Strecke durch die damalige PEG wieder in Betrieb genommen, jedoch hat sich bis heute kein Regelverkehr ergeben. Seit der Wiederinbetriebnahme der Strecke ist der einstige Bahnhof nur noch eine Haltestelle. Die einstige elektrische Sicherungstechnik wurde komplett zurückgebaut, auch das elektromechanische Stellwerk mit dem kombinierten Gs II DR-Pult.
Einige Jahre wurde der Bahnhof probeweise in der Hauptsaison an Wochenenden mit Ausflugsverkehr angefahren.
 
2002
Das Empfangsgebäude wird noch von einem Bewohner und einer Firma genutzt.
 
Auch der Güterschuppen ist noch in einem recht ordentlichen Zustand.
 
Die Sicherungstechnik ist noch in Betrieb. Die Ausfahrvorsignalwiederholer in Richtung Karow zeigen noch Halt erwarten an. Im Hintergrund ist das ehemalige Stellwerk W1 zu sehen,
das bis zur Umrüstung der Sicherungstechnik auf elektromechanisch mit Gleisbildpult in Betrieb war.
Ungefähr Anfang oder Mitte der 2010er Jahre hat es endlich einen neuen Eigentümer gefunden.
 
Blick von der Laderampe in Richtung Hoppenrade. Die langen Schrankenbäume gehören zum Posten 410.
Auf dem Berg ist der Aussichtsturm zu sehen, von dem man einen sehr guten Blick auf die Gegend rund um Krakow hat. Das Treppensteigen lohnt sich!
 
Posten 410 mit Blick in Richtung Hoppenrade; angebaut an ein privates Haus.
 
Blick in die entgegengesetzte Richtung.
Als ich Mitte der 1990er Jahre auch Dienst als Fahrdienstleiter in Krakow machte, musste man den Frauen vom Po 410 immer vorher sagen, wenn Fahrten außer der Reihe kommen sollten.
Ansonsten ware sie auch gerne einmal kurz zum Einkaufen ;-)
 
2005
 
Im Stellwerksraum des Fahrdienstleiters: Das elektromechanische Stellwerk hatte nur die Weichen- und Fahrstraßensignalhebel. Auf dem Gleisbildpult (Gs II DR) waren u.a. die Signalmelder
und die dazugehörenden Tasten der Ersatz- und Rangierfahrtsignale, die Freigabetasten für die Gleissperren der Nebengleise sowie die Ausleuchtung der Halbschranken- bzw. Haltlichtanlagen
Bossow, Marienhof und , ich meine, auch Klein Grabow angeordnet. Ich müsste im Bahnhofsbuch nachsehen.
 
Blick in Richtung Hoppenrade über zugewachsene Gleise
 
... sowie in Richtung Karow. Die Sicherungstechnik ist inzwischen außer Betrieb.
 
Blick vom Po 410 zum Bahnhof
 
... und in Richtung Hoppenrade. Po 410 ist zwar noch vorhanden, aber die Scheiben sind schon zum Teil eingeworfen worden.
 
2010
 
In Karow war an einem Tag eine Art Bahnhofsfest. U.a. fuhren Sonderzüge auch nach Krakow.
 
2013
 
Ausflugsverkehr im Sommer zwischen Meyenburg und Krakow mit dem Doppeldecker
 
Blick in Richtung Hoppenrade mit Bü 0 Signalwiederholer für Posten 410
 
... und Blick in Richtung Karow; ebenfalls mit Bü 0 Signalwiederholer für den sichtbaren BÜ
 
Blick aus Richtung Bahnhof auf den neugebauten Posten 410.
Der neubau wurde erforderlich, weil das Haus, an das der Posten angebaut war, eines Tages abbrannte und das alte Postengebäude somit nicht mehr zu halten war.
 
 
noch einmal der Blick vom Posten in Richtung Bahnhof mit der engen Durchfahrt
 
2017
 
Am Hauptteil des Empfangsgebäudes sind nach Jahren des Leestands erste Spuren zu erkennen. Der letzte Mieter ist vor einigen Jahren ausgezogen
(ein ehemaliger Fahrdienstleiter, der vermutlich verstorben war). Der flache Anbau wird weiterhin genutzt.
 
Blick in Richtung Hoppenrade. Die verbliebenen Gleise 2 (rechts) und 3 (links) sind wieder in einem ordentlichen Zustand. Das Gleis 4 (Rampengleis) und die Rampenkante wurden entfernt
und ansehnlich umgestaltet mit einer Aussichtsplattform, auf der Informationstafeln überdacht aufgestellt wurden.
Auch der Bahnhofsvorplatz wurde neu gestaltet. Leider wurden dafür wie oft üblich mehrere alte große Bäume ersatzlos gefällt.
 
Blick von der ehemaligen Rampe zum Empfangsgebäude. Links daneben steht das WC-Haus für Reisende und Bedienstete.
 
Bahnhofsvorplatz mit Empfangsgebäude; Fehlt nur noch ein neuer Eigentümer, der es restauriert und nutzt!
In einer Touristenhochburg sollte es doch eigentlich kein Problem sein, aus dem Bahnhof etwas schönes zu machen!
 
Die RIN hat vor dem BÜ einen neuen kurzen Bahnsteig fuuml;r Sonderfahrten gebaut, damit nicht jedes Mal die Schranken geschlossen werden müssen durch Extrapersonal der RIN.
 
Blick in Richtung Karow von Höhe des Güterschuppens aus
 
..., der inzwischen fast zugwachsen ist. Einige Fahchwerkausmauerungen fehlen leider auch schon. Bevor er einstürzt, wird er wohl auch abgerissen (wie in Plau).
 
ehemalige Ladestraße
 
2022
 
Vom Bahnhofsvorplatz aus ist nicht wirklich zu erkennen, dass der Bahnhof endlich einen neuen Eigentümer hat, außer der ausgewechselten Haustür ganz rechts.
Bleibt zu hoffen, dass wenigstens die Originalfenster auf dieser Seite erhalten bleiben und wieder aufgearbeitet werden.
 
Im Obergeschoss wurden neue Fenster eingesetzt, passend zu den bereits vorher im Ergeschoss eingesetzten. Leider entsprechen die neuen Fenster nicht dem Originalbild - schade.
 
 
externe Bilder:
                   
 
© 02.06.2022