Meyenburg

Bahnhof;
Strecken:
1. Neustadt (Dosse) - Pritzwalk - Meyenburg
2. Kremmen - Neuruppin - Wittstock (Dosse) - Meyenburg
heutiges Empfangsgebäude (Gleisseite)
(der ehem. Preußischen Staatsbahn-Strecke Neustadt (Dosse) - Meyenburg)
... (soll inzwischen verkauft sein)
... (Straßenseite) ehemaliger Wassertrum (inzwischen unbewohnt)
ehemaliges Empfangsgebäude der Ruppiner Eisenbahn
(Strecke Kremmen - Neuruppin - Wittstock (Dosse) - Meyenburg)
ehemaliges Emfangsgebäude der Güstrow-Plauer Eisenbahn
(Strecke Meyenburg - Güstrow); später Wohnhaus
Stellwerk B1 (elektromechanisch) Richtung Pritzwalk / Wittstock Stellwerk W2 (elektromechanisch) Richtung Karow (Meckl)
ehemaliger Lokschuppen der Est Meyenburg;
Die Prignitzer Eisenbahn GmbH (PEG) plant hier eine Werkstatt für ihre Triebwagen;
geplante Inbetriebnahme zum Fahrplanwechsel 2003
ehemaliger Lokschuppen der Güstrow-Plauer Eisenbahn
Blick von der Ladestraße über den Bahnhofsteil Richtung Karow (Meckl)
Das kleine Städtchen Meyenburg liegt im Norden der Prignitz kurz vor der Grenze zu Mecklenburg. In den letzten Jahren hat sich Meyenburg herausgeputzt. Leider gilt das nicht für den Bahnhof. Obwohl der direkt in der Stadt liegt, scheinen sowohl die Stadt als auch die Eisenbahn ihn vergessen zu haben. Verkrautet und ungepflegt, das Empfangsgebäude vernagelt, ist das kein schöner Anblick. Die Bahnhofsuhr wurde inzwischen auch abgebaut, da sie immer wieder den Vandalen zum Opfer fiel. Hier ist die Zeit wirklich stehen geblieben.
Das beweisen auch die Empfangsgebäude des Bahnhofs - eigentlich der drei Bahnhöfe, denn zu Beginn der Eisenbahnzeit hatte hier jede Strecke quasi ihren eigenen Bahnhof mit eigenem Empfangsgebäude. Später hielten die Züge nur noch am Bahnhof der Preußischen Staatsbahn.
Durchgangsverkehr herrscht hier seit September 2000 nicht mehr. Die Triebwagen der PEG enden aus Pritzwalk kommend hier. Die Landesgrenze zu Mecklenburg liegt knapp 2 km entfernt - man merkt es.
Auf dem Bahnhof arbeiten noch ein Fahrdienstleiter und ein Weichenwärter pro Schicht. Vor dem Einbruch des Eisenbahnverkehrs gab es hier eine Dienststelle, eine Tfz-Einsatzstelle, es herrschte reger Güterverkehr, Rangierer, Aufsichter, Fahrkartenverkäufer und andere verrichteten die tägliche Arbeit.
Der Weichenwärter erlebt heute selten einen Zug, der an seinem Stellwerk vorbeifährt (nur gelegentliches Umsetzen der Triebwagen). Ihn würde es schon lange nicht mehr geben, wenn er nicht die Zustimmungsabgabe bedienen müsste, ohne die der Fahrdienstleiter keine Zugfahrt durchführen kann.
Ich hoffe für die Fahrdienstleiter und Weichenwärter, dass sie nicht wegrationalisiert werden, bevor vielleicht wieder regelmäßiger Zugverkehr in Richtung Karow stattfindet.