Plau am See
(ehemalige Bezeichnung: Plau (Meckl))

Bahnhof in Mecklenburg
 
Strecke: Meyenburg - Karow (Meckl) - Güstrow
 
Plau am See liegt im Herzen der Mecklenburgischen Seenplatte. Der See und die Elde haben die Stadt geprägt. Auch eine Burg gab es hier einmal, von der aber nur noch der Burgturm (Museum) vorhanden ist. Die Stadt ist äußerst verkehrsgünstig gelegen. Die Bundesstraßen 103, 191 und in Plau-Appelburg die B 198, sowie die Müritz-Elde-Wasserstraße und die Bahn (wäre der Verkehr nicht unsinnigerweise(!) aus politischen Gründen im September 2000 eingestellt worden) verbinden Plau mit der weiten Welt. Plau ist beliebtes Touristenziel. Vor mehreren Jahren wurde ein großer Yachthafen gebaut. Alljährlich findet im Sommer die Badewannen-Rallay statt, die tausende Besucher anzieht.
Die Plauer und ihre Gäste hatten sich sehr für den Erhalt der Bahn eingesetzt, leider ohne Erfolg. Seitdem schlummert der Bahnhof vor sich hin und wartet auf bessere Zeiten. Vor der Einstellung des Zugverkehrs wurde aber noch kräftig investiert. Das EG und das Stellwerk W2 bekamen noch eine neue Heizungsanlage, das EG sogar noch neue Fenster.
Mehrere Jahre bis 1999 fand ein Bahnhofsfest statt.
Ca. 2017 wurde das Stellwerk W2 außer Betrieb genommen. Diese Idee hatte die DB Netz AG als damalige Eigentümerin der Strecke vorher schon seit Jahrzehnten. Der Einfachheit halber wurden anstelle des Einfahrsignals eine Trapeztafel und anstelle der Ausfahrsignale H-Tafeln aufgestellt. Somit ist der Bahnhof in Richtung Karow nun ein "Bahnhof ohne Ausfahrsignale", was besondere betriebliche Handlungen bei der Durchführung von Zugfahrten erforderlich macht.
Als Anfang/Mitte der 2000er Jahre Saisonverkehre zwichen Meyenburg und Karow stattfanden, musste der Fahrdienstleiter (außer in der ersten Saison) beide Stellwerke bedienen. Das war sehr aufwendig, denn man (auch ich) musste mit dem Auto immer hin- und herfahren, um Befehls- und Zustimmungsabgaben sowie die Fahrstraßenauflösung alleine abzuarbeiten. Als der Saisonverkehr nur # noch bis Plau verkehrte, mussten die Triebfahrzeugführer der PEG nach der Einfahrt aus Richtung Ganzlin nach Aufforderung und vorheriger Einzeleinweisung die Mitwirktaste für die Fahrstraßenauflösung im Befehlsstellwerk bedienen. So etwas gibt es nur bei einer privaten Eisenbahn, hat aber den Zweck erfüllt!
 
2000
kurz vor Ende des SPNV im September 2000
ein Blick auf das Empfangsgebäude
 
2002
 
Seit zwei Jahren gibt es keinen planmäßigen Zugverkehr mehr. Entsprechend sieht der Bahnhof auch aus.
 
Auch das Stellwerk W2 ist natürlich nicht mehr besetzt.
 
Die Nutzung des Güterbodens hat sich auch schon lange erledigt.
 
08.07.2005
 
Extra wegen dieses Düngerzuges hatte ich an dem Tag Dienst als Fahrdienstleiter.
 
Einfahrt des Zuges aus Richtung Ganzlin
 
Nach dem Lokumlauf wird ein Zugteil nach Gleis 5 an die Ladestraße zur Entladung umgesetzt. Noch steht der Güterboden.
 
2017
 
Inzwischen macht der Bahnhof einen recht gepflegten Eindruck, auch wenn es keinen planmäßigen Zugverkehr gibt.
 
Blick auf den Bahnhofsvorplatz; Dort hinten, wo der Bagger steht, stand bis vor einigen Jahren der Güterboden. Er musste abgerissen werden, weil ein Teil eingestürzt war.
 
Blick durch die Tür auf das elektromechanische Stellwerk des Fahrdienstleiters
 
 
leeres Stellwerk W2; Der Vorbau in der Mitte musste wegen Baufälligkeit entfernt werden. Die restlichen Fenster sind leider in keinem guten Zustand.
Eigentlich wäre das Stellwerk doch ein interessantes Wohngebäude ...
 
die Rückseite mit einem Anschlussgleis davor
 
Die Trapeztafel ersetzt nun das Einfahrsignal.
Wegen eines Brückenneubaus für die neue Umgehungsstraße der B 103 über die Strecke ist das Gleis von Plau nach Karow gesperrt.
 
 
Auch die Ausfahrsignale F und G in Richtung Karow sind außer Betrieb und wurden durch H-Tafeln ersetzt.
 
Dieser Fußweg führt schon seit ewigen Zeiten über die Bahnhofsgleise.
 
von dort aus der Blick in Richtung Karow auf das Stellwerk W2 ...
 
... und in die Gegenrichtung; Die Vosignaltafel ersetzt nun die Ausfahrvorsignalisierung am einstigen Einfahrsignal aus Richtung Karow.
 
Blick vom Bahnsteig 1 auf die Gleise 2, 1 und 5 (v.l.n.r.); Die H-Tafel wurde inzwischen auch versetzt.
 
Blick in Richtung Ganzlin; Das Ausfahrsignal B wurde in Richtung Bahnhof zurückversetzt, damit der Bahnübergang nicht mehr im Durchrutschweg des Ausfahrignals liegt und somit
die Schranken vor Einfahrt eines Zuges aus Karow nicht mehr geschlossen werden müssen.
 
 
externe Bilder: