Parchim

Bahnhof;
Strecken:
1. Ludwigslust - Parchim - Karow (Meckl) - Waren (Müritz) - Möllenhagen - Neubrandenburg
2. Schwerin - Parchim
3. Parchim - Suckow (Kr. Parchim)
Empfangsgebäude (von der Straßenseite) das ehemalige Stellwerk A (W1)
das ehemalige Stellwerk B (W2) ... mit Blick auf den Bahnhof
Stellwerk C (B3), davor Überdachung Bahnsteig 1 noch einmal Stw C (rechts dahinter der Ralais-Container)
Blick vom Bahnübergang auf den Bahnhof (links das EG, Mitte hinten ganz klein Stw B, Mitte rechts Stw C, rechts das ehemalige Bw/Est) ... von der anderen Seite des Bahnübergangs gesehen
Blick vom stillgelegten Bahnsteig 4/5 auf das ehemalige Bw/Est
Die Kreisstadt Parchim (plattdeutsch: Pütt) liegt im Herzen Mecklenburgs an der Elde. Die alte Stadt hat in den vergangenen Jahren eine Schönheitskur erlebt. Die wunderschönen Stadthäuser und Villen wurden liebevoll restauriert, auch die "Platte" wurde aufgemöbelt. Jedes Jahr im Herbst findet der traditionelle Martini-Markt statt.
Der Bahnhof liegt in der Stadt, jedoch etwas vom Zentrum entfernt. Viel ist hier leider nicht mehr los. Es gibt keinen planmäßigen Güterverkehr mehr (früher sehr rege als Zugbildungsbahnhof mit mehreren Anschlüssen), nur noch Personenverkehr, der auf der Strecke Schwerin - Parchim von der Mecklenburgbahn und auf der anderen Strecke bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2002 von DB Regio und danach von der Mitte 2002 neugegründeten Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (ODEG) erbracht wird. Die ODEG lässt in Parchim ihre 7 Triebwagen vom Typ RegioShuttle (Rs1) von der Firma Eurotrac unterhalten. Dazu wurde eine neue Werkstatt in der Nähe der Getreide AG gebaut.
Der Bahnhof wurde im Jahr 2000 umgebaut und den verkehrlichen und betrieblichen Bedürfnissen angepasst. Das Gleis 1 bekam einen neuen Bahnsteig, damit dort wieder Züge halten können, dafür wurde der Bahnsteig 4/5 stillgelegt. Für den Personenverkehr stehen nun also 3 Bahnsteige zur Verfügung. Für zusätzliche Zugkreuzungen bzw. den Güterverkehr gibt es noch ein Ein-und Ausfahrgleis und zwei Nebengleise. Der Rest (so auch der Anschluss an das ehemalige Bw/Est) wurde stillgelegt und zum Teil abgebaut. Um kostengünstig zu bauen, wurde auf Weichenverbindungen verzichtet, die eigentlich notwendig sind. So kann man aus den Richtungen Schwerin und Karow nicht mehr gleichzeitig ein- bzw. ausfahren. Dadurch hat man 4 Weichen entbehren können, aber trotzdem eine schlechte Lösung. Die 3 mechanischen Stellwerke wurden durch ein Gleisbildstellwerk, das sich im Stw C (B3) befindet ersetzt.
Die Fahrkartenausgabe wird seit einiger Zeit durch die Prignitzer Eisenbahn GmbH (PEG) betrieben, quasi um schon einmal den Standort zu sichern, denn die ODEG ist eine Tochtergesellschaft aus PEG und Hamburger Hochbahn.